Leichtathletik: Deutsche Jugendmeisterschaften U18 – Ein vierter Platz der fast Gold wert ist für Lukas Kalski

Ulm, 16.07.2022

Es waren die ersten „großen“ Deutschen Jugendmeisterschaften für U18-Hürdensprinter Lukas Kalski. Auch damit auch der erste Wettkampf der über drei Runden (Vorlauf, Halbfinale und Finale) zu absolvieren war. Und doch präsentierte sich der 15-jährige im Ulmer Donaustadion als wäre dies für ihn reine Routine.

Konzentriert, fokussiert und organisiert als hätte er nie etwas anderes gemacht ging Lukas in die Vorbereitung seiner drei Läufe und setzte jede taktische Vorgabe seines Trainers Christopher Druck exakt um: Abgeklärt gewann er seinen Vorlauf mit einem kraftsparenden Sicherheitslauf bereits in Bestzeit (14,39s). Als es im Halbfinale ernst wurde und um die erhoffte Finalteilnahme ging, bewies Lukas, dass er auf den Punkt topfit war und ließ bei optimalen Bedingungen in 14,18s eine deutliche Steigerung seiner Bestzeit folgen. Als Siebtbester zog er damit ins Finale ein – auch hier ohne bereits mit voller Kraft zu laufen.

Für den Siebtplatzierten der U16 DM 2021, der dem jüngeren U18-Jahrgang angehört und auf dementsprechend ältere Konkurrenz traf, wäre schon die Teilnahme am Finale ein Erfolg gewesen. Das hielt ihn aber nicht davon ab dort noch einmal zu zeigen, dass in Zukunft mit ihm zu rechnen sein wird. Als Vierter nahm Lukas gar fast Tuchfühlung mit den Medaillenrängen auf und ließ mehr seiner Konkurrenten hinter sich als vielleicht zu erwarten war. Damit wurde er zudem bester Hürdensprinter Deutschlands des jüngeren U18-Jahrgangs.

Gold wert war aber vor allem, dass Lukas vor Ort beweisen konnte, dass er seine Leistung bei Meisterschaften auf den Punkt abrufen und steigern kann – und das zudem mit einer bewundernswerten Routine.